Himmelwärts
Karen Köhler erhält den Deutschen Jugendliteraturpreis 2025!
Herzlichen Glückwunsch!
"Karen Köhlers Roman bietet ein Feuerwerk philosophischer und sprachästhetischer Erzählkunst. Er besticht durch originelle (Zeit-)Metaphern, Wortneuschöpfungen und Lautmalereien. Der aus Tonis Perspektive erzählte Nachtbericht wird angereichert durch Erinnerungsnotizen zum Leben und Tod der Mutter. Die Gesamtheit dieser feinfühligen Komposition erzeugt ein herausragendes kinderliterarisches Trauersetting." (aus der Jurybegründung)
Foto © Julia Klug
Das Buch entstand nach dem Theaterstück, für das Karen Köhler das "Nah dran" Stipendium erhalten hatte und das am Theater Ingolstadt uraufgeführt wurde.
„Do you copy?“, schallt es aus dem selbst gebastelten Weltraum-Radio, das Toni und ihre Freundin Yum-Yum nachts in ihrem Garten aufgestellt haben. „This is Delta Papa Zero India Sierra Sierra. Over.“ Das klingt gar nicht nach Tonis Mama. Dabei wollte Toni mit dem Radio ihre Mutter erreichen, die vor kurzem gestorben ist. Die beiden Mädchen fragen sich, ob sie dort oben noch irgendwo ist, im Sternenhimmel, in der dunklen Nacht vielleicht? Energie kann nicht verloren gehen, sagt Yum-Yum, die sich mit so etwas auskennt. Und so richtet Toni in dieser Nacht alle Hoffnung auf das Radio – das ihr plötzlich antwortet! Nur meldet sich eben Zanna am anderen Ende, die Astronautin auf der weit entfernten Raumstation ISS. Toni und Yum-Yum können es nicht fassen und fragen Zanna alles, was sie immer schon wissen wollten: über die Schwerelosigkeit, die Planeten und Sterne und schließlich auch über den Tod, vor allem aber über das Leben.
Karen Köhler hat in ihren Text, der durch das „Nah dran“-Stipendium gefördert wurde, die Fragen von Kindern einfließen lassen. Mit kindlicher Neugier laden uns Toni und Yum-Yum daher ein, über die Unendlichkeit nachzudenken, über schwarze Löcher, Lichtgeschwindigkeit und andere unvorstellbare Geheimnisse des Alls. Zanna aber sieht unseren wunderbaren Planeten aus der Ferne, und sie vermisst seine vielgestaltige Schönheit, all die Geräusche und Gerüche, das Wetter, die Menschen, die vielen kleinen und großen Dinge. Toni vermisst ihre Mama. Doch in all dem Schmerz eröffnet ihr Zanna einen Blick auf das großartige Leben, das uns immer wieder so viel Trost und Freude schenkt.
