"Es war wie ein Glucksen"
Der Untergang der Titanic. Szenische Lesung
Eine dokumentarische Lesung nach den Protokollen der ersten Untersuchungskommission
Am 19.04.1912, nur vier Tage nach dem Untergang der Titanic in den Fluten des Atlantiks, begann im Ostsaal des New Yorker Waldorf Astoria-Hotels die Anhörung, um die Ursachen der Katastrophe zu ergründen. Das Besondere an diesen Verhören ist die zeitliche Nähe zum Geschehen. Die Erschütterung war noch unmittelbar. Die Verhandlung brachte Manövrierfehler des Kapitäns angesichts des Eisbergs, aber auch Nachlässigkeiten der Reederei, der „White Star Line“, ans Licht. Das Wesentliche dieser dokumentarischen Lesung aber sind die authentischen Aussagen der Überlebenden, die anschauliche Schilderung ihrer Erlebnisse, ihrer Ängste, ihres Überlebens im Angesicht des sinkenden Schiffes. Fast alle berichten, dass sie in einiger Entfernung der Titanic Lichter gesehen hätten: Die Frage, ob das Handelsschiff Californian nahe genug an der Unfallstelle war und die Leuchtzeichen der Titanic tatsächlich falsch gedeutet hat, bleibt bis heute ungeklärt. Die Aussagen der Überlebenden lassen zumindest ahnen, dass sich eine Tragödie in der Tragödie abgespielt haben könnte. Beim Untergang der Titanic kamen nahezu 1500 Menschen ums Leben.