Ich bin für mich!
Der Wahlkampf der Tiere
Alle vier Jahre wählen die Tiere ihren König. Der Löwe liebt die Wahlen, denn die Tiere stimmen immer für ihn. Und außerdem gibt es danach Freibier und Bockwurst, total lecker. Diesmal aber ist es anders. Eine kleine graue Maus fordert ihn heraus: „Was nützt eine Wahl, wenn man keine Wahl hat? Du brauchst einen Gegenkandidaten, sonst macht das doch überhaupt keinen Sinn!“ Der Löwe ist unvorsichtigerweise einverstanden. Es beginnt ein gigantischer Wahlkampf. Jede Tierart schickt ihren eigenen Kandidaten ins Rennen! Es werden Plakate gemalt, Reden gehalten, Forderungen gestellt. Die Katzen wollen die Mäuse fressen und die Mäuse die Katzen. Die Ameisen wollen den ganzen Tag arbeiten, das Schaf seine Wolle behalten. Und so weiter. Nur der Karpfen blubbert etwas von einem nützlichen Staudamm. Aber leider versteht ihn niemand. Schließlich wird gewählt, und der Maulwurf muss die Stimmen auszählen. Doch was, wenn jeder sich selbst am besten findet? Wenn jeder nur an sich denkt, ist dann wirklich an alle gedacht? Die Tiere erleben ein blaues Wunder, das mit blauen Augen einhergeht, denn nach der Wahl beginnt ein echter Bürgerkrieg. Am Ende helfen nur noch Neuwahlen. Dieses Mal klappt es besser.
UA als Stoffrecht: Theater Heidelberg,11.11.2018, Regie: Cédric Pintarelli
Besetzung: 5-6 Darsteller/innen, beliebig erweiterbar
Alter: empfohlen ab 5
Frei zur: UA