Wir holen uns die Nacht zurück
von Nora Hoch
Kaja und Ilvy wachsen im gleichen Haus auf. Als Kinder sind sie unzertrennlich, fast wie Schwestern. Als Jugendliche ziehen sie gemeinsam los, in die Partynacht hinaus, mitten hinein ins große Abenteuer. Doch Kaja kommt aus einer gewalttätigen Familie. Was für die beiden Mädchen als Spaß beginn, endet für sie schnell in der Sucht: Die Drogen werden Kajas Flucht aus der Realität. Ilvy schaut hilflos zu. Als Kaja schließlich völlig zugedröhnt von einer Party verschwindet, erkennt Ilvy, wie schlimm es um ihre Freundin bereits steht, aber auch, welche Rolle sie selbst gespielt hat. Auf der Sucha nach Kaja findet Ilvy auch sich selbst wieder. Am Ende muss sie eine schwerwiegende Entscheidung treffen, für sich – und für ihre Freundin.
Nora Hoch gelingt ein schneller und radikaler Text, „wild, anarchisch und gegen alle Regeln. Es geht um Drogensucht, Co-Abhängigkeit und Loyalität in einer Freundschaft: Wie kann man einen geliebten Menschen schützen, ohne sich dabei selbst zu verlieren?“ (Theater Strahl)
“(…) Wir holen uns die Nacht zurück ist bei all dem kein „Finger weg von den Drogen“-Stück, die explizite Botschaft braucht es auch nicht. Es liegt genug Schmerz darin, wenn Ilvy zu ihrer abgedrifteten Freundin sagt: „Du fehlst schon so lange.“ (Tagesspiegel, Patrick Wildermann)
Das gleichnamige Buch erscheint im dtv Verlag (auch als Stoffrecht erhältlich)
Besetzung: 2 Dame(n) , 1 Herr(en)
Alter: empfohlen ab 14
Uraufführung: Theater Strahl, Berlin
Preise und Auszeichnungen: Ausgezeichnet mit dem IKARUS Theaterpreis (Fachjury und Jugendjury)